Die Tochter knetet Hackfleisch, der Sohn besprenkelt die Wand mit Scheiße. Ein ganz normaler Abend bei der Familie Nusenblaten. Aber halt, wo ist denn eigentlich Sohn Nummer Zwei? Ich finde ihn im Wohnzimmer. Er hat ein Glas zerschmissen und – selbst ist der dreijährige Mann – schon den Staubsauger herbeigeholt. Leider ging der nicht an, also musste er in zwei Hälften geteilt werden. Schade, dass er dabei zerbrochen ist, aber hey, “is bin ein ester Bauarbeiter”.
Ich muss zurück in die Küche. Das Hack ruft. Der Magen knurrt. Die Lippen schmerzen. Hätte man mir auch mal vorher sagen können, dass der Herbst so plötzlich einbricht und mir rauhe, knallrote Winterlippen beschert. Die Kinder jedenfalls finden die rote Farbe in meinem Gesicht schön. Ich wische rasch die Kackasprenkel von der Wand, schmeiße die Buletten in die Pfanne und kassiere ein Kompliment: “Mama, warum hast du eigentlich Nagellack auf dem Mund?”
Hach, herrlich! Ich frage mich aber schon den ganzen Tag, woher der Sohn die…
Windel selbst gereinigt? Oder wie?
Windeln! Ha! Schon abgewöhnt! Nein, er trug ein Shirt seiner Schwester, zu groß. Saß auf dem Töpfchen. T-Shirt wuchtig aus Töpfchen rausgezogen…
ach, stimmt ja. es gibt ein leben nach der windel
Blistex Med Plus – da ist Carmex ein Scheiß dagegen!
Achso: Der Balsam, nicht der Stift. GANZ wichtig!
Ich muss doch mal fragen, ob die geschilderten Ereignisse andere junge Menschen davon abhalten sollen Kinder zu kriegen?! Viele der auf dieser Seite beschriebenen Dinge finde ich zutiefst grausam, da zählen sowohl “Kakasprenkel” als auch das ständige Beschreiben der falschen kindlichen Aussprache dazu. Ich kann mir durchaus Kinder vorstellen und mir ist auch klar, dass dann nicht immer alles perfekt laufen wird, aber SO?! No way!
Lieber Kai När, so ein Leben mit Kindern ist eben oft nur mit viel Humor zu meistern, ich kann Lisas Schreibstil sooo nachempfinden, liebe Grüße und ja, Kinder haben ist – jetzt mal ohne Ironie – das Schönste, was ich mir vorstellen kann, also: Fortpflanzen gehen!