In der Flirthölle (Markus)

Schon klar, ein Sandkasten-Flirt führt direkt ins Bett. Die Autorin des Beitrags in Lisas Elternmagazin will es selbst zweimal erlebt haben. Entweder ist sie ein unverschämte Aufschneiderin. Oder sie hat keine Kinder.

Denn was einem Intensiv-Flirt im vermeintlichen Flirt-Tempel Buddelkasten mit anschließendem One-Day-Stand im Wege steht, sind – genau: die Kinder! Wie bitte sollte ich meiner fast vierjährigen Tochter erklären, dass ich jetzt mal eben einer wildfremden Frau für ein Schäferstündchen ins Dachgeschoss folge? Etwa so: Helene, Papa geht mal eben was aus dem Dachgeschoss holen. Könnte ein bisschen dauern. Bleib bitte so lange im Sandkasten…? Oder so: Helene, komm, wir gehen zu der netten Frau, die möchte uns ihre Wohnung zeigen…?

Helene, die kein Geheimnis für sich behalten kann, wäre also eine ideale Geheimnisträgerin. Lisa würde garantiert nichts von meinen Abwegen erfahren… Ne, funktioniert nicht.

 

Im Übrigen glaube ich, dass Kinder, wenn ich mit ihnen durch Prenzlauer Berg wandere, Papa nicht gerade in ein flirt- und paarungswilliges Wesen verwandeln. Die Blicke, die ich von Frauen ernte, wenn ich den Zwillingskinderwagen schiebe, sprechen eine andere Sprache – sie sind eher mitleidig. Und wenn doch mal eine attraktive Frau verzückt schaut, dann gilt dieser Blick nicht mir, sondern meinen Kindern…

Tja, so ist das, wenn man zur Generation der neuen Väter zählt…

 

Über nusenblaten

Es geht um eine Mutter, einen Vater und ihre drei Kinder. Erst im Kinder-Mekka Prenzlauer Berg, nun mitten auf dem Land mit Ziegen und Fernweh. Es geht um die großen und kleinen Themen der Elternschaft. Der abwechselnde Blick von Mutter und Vater sorgt für teils überraschende, teils lustige Einblicke in die Welt zweier berufstätiger Eltern mit drei Kindern, die in nur zwei Jahren geboren wurden.
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Eine Antwort zu In der Flirthölle (Markus)

  1. Andreae schreibt:

    Ein alter, weiser persischer Musiker spielte nur noch einen einzigen Ton. Sagt seine Frau:“ Spiel doch auch mal andere Töne, so wie die anderen Musiker“. Darauf er: „was kann ich dafür, dass die noch danach suchen, was ich bereits gefunden habe.“

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