Achtung Polizei! (Markus)

Manchmal hat es ja sein Gutes, mit dem Fahrrad auf dem Gehweg zu fahren. Eigentlich ist es verboten, geahndet wird es in Prenzlauer Berg aber allenfalls durch böse Blicke von Spaziergängern, selten aber von der Polizei – die hat Wichtigeres zu tun. Heute morgen wurden zwei Beamte im Kiosk um die Ecke vorstellig, als ich gerade eine Zeitung kaufte. Ich weiß nicht genau, um was es ging. Möglicherweise nahmen die Polizisten einen Diebstahl auf.

Die Beamten verabschiedeten sich nach kurzer Zeit und stiegen in ihr Dienstfahrzeug, das halb auf der Straße, halb auf dem Radweg vor dem Kiosk parkte. Die Radfahrer hatten genügend Platz vorbei zu kommen, entsprechend schnell sausten sie neben dem parkenden Polizeiauto her. Womit sie offenbar nicht rechneten war, dass einer der Polizisten noch einmal aussteigen könnte.

Gerade in dem Moment, als eine junge Frau auf Höhe des Fahrzeugs radelte, öffnete sich die Beifahrertür. Die Frau krachte mit einem solchen Schwung in die offene Tür, dass es knallte, als hätte ein Lkw eine Hausmauer gerammt. Ich erschrak, denn ich fuhr im selben Moment mit Kindern und Fahrradanhänger ebenfalls auf der Höhe des Fahrzeugs – nur eben auf dem Gehweg. Die Frau war offensichtlich nicht verletzt, nur ziemlich geschockt. Irgendwie hatte sie es geschafft, einen schweren Sturz zu verhindern. Der Polizist wirkte ebenfalls geschockt, entschuldigte sich viele Male, und ich hatte das Gefühl, dass man die Sache irgendwie regelte. Die Tür des Autos war übrigens ziemlich verbeult.

Ich schaute noch in Richtung Unfall, als eine Passantin mit Dackel mich anpöpelte: Was mir denn einfiele, auf dem Gehweg zu fahren. Mir fiel eigentlich gar nichts ein in dem Moment, ich entgegnete nur: „Auf dem Radweg ist es gerade zu gefährlich für Fahrradfahrer.“

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Über nusenblaten

Es geht um eine Mutter, einen Vater und ihre drei Kinder. Erst im Kinder-Mekka Prenzlauer Berg, nun mitten auf dem Land mit Ziegen und Fernweh. Es geht um die großen und kleinen Themen der Elternschaft. Der abwechselnde Blick von Mutter und Vater sorgt für teils überraschende, teils lustige Einblicke in die Welt zweier berufstätiger Eltern mit drei Kindern, die in nur zwei Jahren geboren wurden.
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