Ausbügeln der Geschlechter (Lisa)

Guten Tag, hier spricht ein Elter! Der EU-Rat in Brüssel setzt sich seit neuestem für eine geschlechtsneutrale bzw. nicht-sexistische Sprache in den Behörden seiner 47 Mitgliedsstaaten ein. Der Begriff Mutter sollte nach Ratsmeinung darum möglichst auch in Deutschland nicht mehr verwendet werden, erkennt man in ihm doch – oh, mein Gott – das Geschlecht der erwähnten Person. Ich bin also ein Elter. Mein Mann auch. Lassen wir uns einfach mal darauf ein:

Als werdendes Elter ging ich regelmäßig zur Geburtshilfeperson (Hebamme). Ich suchte mit dem Auto den Gästeparkplatz direkt neben der Flaniermeile. Ich ging ins Behandlungszimmer und ließ mich von der Geburtshilfeperson und ihrer Gruppe (Mannschaft) durchchecken. Nach der Geburt meines Kindes besuchte ich einen Elter-Kind-Kurs, brachte ein Stück Kuchen vom Backhaus mit. Dort traf ich Menschfred (Mannfred) und Menschke (Frauke). Sie begleiteten mich ein Stück über die Flanierzone (Bürgersteig). Als Mein Kind älter wurde, brachte ich es dann jeden Morgen zu ihrer Bezugsperson (Erzieher) und pflegte meine Liebschaft (Partnerschaft)…

Ob das das die Bürokraten gemeint haben, als Sie die Empfehlung an ihre Mitglieds- äh, Mitgeschlechtsorganstaaten  aussprachen?

Über nusenblaten

Es geht um eine Mutter, einen Vater und ihre drei Kinder. Erst im Kinder-Mekka Prenzlauer Berg, nun mitten auf dem Land mit Ziegen und Fernweh. Es geht um die großen und kleinen Themen der Elternschaft. Der abwechselnde Blick von Mutter und Vater sorgt für teils überraschende, teils lustige Einblicke in die Welt zweier berufstätiger Eltern mit drei Kindern, die in nur zwei Jahren geboren wurden.
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2 Antworten zu Ausbügeln der Geschlechter (Lisa)

  1. OH , W I E TOLL…..dann wäre ich ja eine „Elterpflegerin“,
    soll ich da schonmal meine ganze Werbung(Auto, Flyer,Visitenkarten, Web-seite…) ändern????

  2. Großelter schreibt:

    Ja und Europa wird auch umbenannt in „Eurgroßelter“, wobei „Euroma“ auch nicht schlecht wäre, aber geht dann nicht.

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