Keine Haftung (Lisa)

Wer mit Kindern unterwegs ist, lernt die Menschen in seinem Umfeld erst richtig kennen.

Es gibt die Kinderhasser („Verdammte Drecksblagen“), die Tier- und Babyfreunde („Sooooo putzig, wie der rülpst“), die Karriereleute  („Die muss ja einen an der Klatsche haben, dass sie auch sechs Wochen nach der Geburt noch nicht wieder zurück im Job ist.“), die Naturfanatiker („Wie? Du hast schon vor dem zweiten Geburtstag aufgehört zu stillen?) und die Studenten („Halt bloß Deinen kleinen Sabbermund, ich hab nen Kater.“) Es gibt natürlich auch noch die besorgten älteren Herrschaften („Meinen Sie wirklich, Ihr Kind ist warm genug angezogen?“) und die Frustrierten („Wieso hat die olle Schnalle schon drei Kinder und ich noch keins?) und die  Bäcker.

Ja, richtig gehört. In Bäckereien erlebt man lustige Dinge mit Kindern. In der Raumerstraße werden die Kleinen bei jedem Einkauf mit Gummibärchen vollgestopft. In der Prenzlauer Allee dürfen sie nicht an die Scheiben fassen, weil sie schmutzig werden könnten. Nun haben wir mal eine Bäckerei in der Winsstraße getestet. Eine Freundin und ich mit unseren insgesamt 5 Kindern. Wir waren noch nicht lange da, hatten aber wohl schon richtig Eindruck gemacht. Einer der Verkäufer riss Franz einen Zeitschriftenständer aus der Hand, stellte ihn hoch auf einen Stehtisch und drehte sich zu uns: „Nur dass das klar ist: Wenn denen hier was passiert, übernehmen wir keine Haftung.“

Über nusenblaten

Es geht um eine Mutter, einen Vater und ihre drei Kinder. Erst im Kinder-Mekka Prenzlauer Berg, nun mitten auf dem Land mit Ziegen und Fernweh. Es geht um die großen und kleinen Themen der Elternschaft. Der abwechselnde Blick von Mutter und Vater sorgt für teils überraschende, teils lustige Einblicke in die Welt zweier berufstätiger Eltern mit drei Kindern, die in nur zwei Jahren geboren wurden.
Dieser Beitrag wurde unter Gesellschaft abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Keine Haftung (Lisa)

  1. Wortman schreibt:

    Tja – mit Kindern hat man es nicht leicht😉

  2. Sabine schreibt:

    Hier in unseren Breiten gibt es noch die Grabscher, die den Eltern wildfremd sind, aber dennoch ungefragt in den Kinderwagen fassen müssen, um die „süßen Speckbäckchen“ zu kneifen.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s