Danke, Werder! (Markus)

Ein Bekannter behauptete neulich, es sei emotional leichter, seine Frau zu wechseln als seinen Lieblingsfußballverein. Weil ein Verein, so erklärte er, keine Widerworte gibt. Weil man mit einem Verein nicht zusammenlebt. Und weil man seinem Verein nur einmal in der Woche für kurze Zeit – samstags 15.30 bis 17.15 Uhr – richtig nahe ist, die Abnutzungserscheinungen also nicht so hoch sind. Vielleicht stimmt das sogar – aus der Distanz betrachtet.

Was mich angeht, kann ich mir absolut nicht vorstellen, meine Frau zu wechseln. Aber es gäbe – objektiv betrachtet – ungefähr 100.000 Gründe, meinen Lieblingsfußballverein zu wechseln.  Einer davon kam am Mittwochabend hinzu. Werder Bremen verabschiedete sich sang- und klanglos aus der Champions- und Europa-League und damit aus dem TV-Programm am Dienstag- und Mittwochabend.  Damit nimmt mir Bremen nicht nur einen liebgewonnen Abendzeitvertreib – Fußball gucken mit Freunden in der Werder-Kneipe – sondern auch ein zugkräftiges Argument, wenn ich mich mal wieder ums Kinder-ins-Bett-bringen drücken wollte: Ne, Lisa, heute muss ich um 19.30 Uhr raus. Spätestens! Sonst ist die Kneipe zu voll, und dann sehe ich nichts. Und Platz reservieren, das geht nicht….

Schluss, aus, vorbei . Mittwochabend, 20.45 Uhr, gehören die Kinder mir. Danke, Werder!

Über nusenblaten

Es geht um eine Mutter, einen Vater und ihre drei Kinder. Erst im Kinder-Mekka Prenzlauer Berg, nun mitten auf dem Land mit Ziegen und Fernweh. Es geht um die großen und kleinen Themen der Elternschaft. Der abwechselnde Blick von Mutter und Vater sorgt für teils überraschende, teils lustige Einblicke in die Welt zweier berufstätiger Eltern mit drei Kindern, die in nur zwei Jahren geboren wurden.
Dieser Beitrag wurde unter Fußball abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Danke, Werder! (Markus)

  1. Cocoloress schreibt:

    Für die Anhänger des rheinischen Karnevalsvereins stellt sich die Frage nicht. Mitgehangen, mitgefangen. Fußballverein gegen Frau tauschen, kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen, es sei denn meine Frau hätte Haare im Gesicht und würde ihre Samstage laut rülpsend in Eckkneipen verbringen…
    Gibts denn jetzt jeden Mittwoch Fisch?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s