Gebügeltes Ei (Lisa)

Kommen wir nach all der harten Politik doch endlich mal wieder zu etwas Alltäglichem. Ich persönlich finde Liebesüberraschungen ja ehrlich gesagt ganz gut. Ziemlich sogar. Naja, und heute gabs eben mal wieder eine Überraschung für mich. Keine übliche allerdings. Knack.

Ich saß also fleißig im Esszimmer, hatte über den ganzen Esstisch Unterlagen ausgelegt, die nur noch teilweise am morgendlichen Haferschleim festklebten, weil ich den Rest vorher in Schwerstarbeit sauber gewischt hatte. Ich wollte mich also mal wirklich konzentrieren, die Kinder waren in der Kita, ich hatte meine Ruhe. Knack. Ich ordnete das Material. Knack. Was zum Teufel knackte denn da die ganze Zeit?

Knack. Es klang wie eine verirrte Wespe, die permanent gegen unser Balkonfenster flog, aber ich fand keine Wespe, also ging ich zurück zu meinem Haferschlreibtisch. Knack.

WAS ist da los? Bohrt hier gerade jemand ein Loch von unten durch den Keller hoch in meine Wand, um mich gleich auszurauben? Wohl kaum. Knack. Paranoia? An Konzentration war jedenfalls nicht mehr zu denken. Da sind die Kinder schon mal aus dem Haus, das Zeitfenster ist beschränkt, die Leistung muss also auf Knopfdruck kommen und ich? Jage dem unbekannten Knacken hinterher. Ich lege mich auf die Lauer. Setze mich an den Computer und surfe ein bißchen – wunderbares Ablenkungsmedium, wenn man mal wieder eigentlich etwas schaffen soll. Und dann entdecke ich den Feind: DAS BÜGELEISEN.

Mein Mann hat das Bügeleisen angelassen. Es steckte von heute morgen 8 bis um halb eins in der Steckdose. Es stand zwar auf dem metallenen Ablagedingsbumms, das für das Absetzen des Bügeleisens vorgesehen ist, aber selbst da klebte es jetzt schon fest. Welch liebevolle Botschaft meines Mannes. Als ich ihn anrufe und frage, ob er mich eigentlich umbringen wollte, da sagte er: Ach was. Da kannste dir ja jetzt super Mittagsessen drauf machen bei der Wärme.

Ich schlag dann jetzt mal eben ein Ei aufs Bügelbrett. Ist klar. Ick liebe dir auch.

 

Über nusenblaten

Es geht um eine Mutter, einen Vater und ihre drei Kinder. Erst im Kinder-Mekka Prenzlauer Berg, nun mitten auf dem Land mit Ziegen und Fernweh. Es geht um die großen und kleinen Themen der Elternschaft. Der abwechselnde Blick von Mutter und Vater sorgt für teils überraschende, teils lustige Einblicke in die Welt zweier berufstätiger Eltern mit drei Kindern, die in nur zwei Jahren geboren wurden.
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