Batterie leer (Markus)

Bereiten gerade eine Systemumstellung vor. Die Maßgabe für uns als Eltern ist klar: Es geht um mehr Effizienz, eine größere Selbstständigkeit und ein gesteigertes Umweltbewusstsein. Die Maßnahmen, die dafür notwendig sind, planen wir innerhalb von vier bis sechs Wochen umzusetzen. Arbeitstitel des Projekts ist: Windelverzicht und Direktentsorgung.

Entscheidend für den Erfolg ist der unbedingte Wille aller, insbesondere der beiden Protagonisten Paul und Franz.  Durch ein ausgeklügeltes Anreizsystem aus Applaus, Schokolade und alternativer Erlebnisentsorgung ist es uns innerhalb von zwei Wochen gelungen, den Gebrauch von Windeln tagsüber auf ein Zehntel zurückzufahren.

a) Applaus: Ist der Stuhl im Topf, wird geklatscht. Selbst die beiden Protagonisten beklatschen sich gegenseitig. Merke: Konkurrenz belebt das Geschäft.
b) Schokolade: kontrolliert eingesetzte Form der Belohnung, alternativ: Eis.
c) Alternative Erlebnisentsorgung: Wir haben ein Patent auf den so genannten Pullerbaum angemeldet. Wer muss, darf sich an einen Baum im eigenen Garten stellen und ihn „gießen“. Fördert das Gefühl: Pullern außerhalb der Windel ist wichtig für Wachstum und Entwicklung.

Paul hat das System „Windelverzicht und Direktentsorgung“ im täglichen Spiel- und Arbeitsrhythmus inzwischen so sehr beherzigt, dass ein kurzzeitiger Misserfolg zu einem persönlichen Ärgernis führt. Der Versuch, an einen Baum zu pinkeln scheiterte; es kam nichts. Sein fachmännischer Kommentar: „Das geht leider nicht. Die Batterie ist leer.“

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Über nusenblaten

Es geht um eine Mutter, einen Vater und ihre drei Kinder. Erst im Kinder-Mekka Prenzlauer Berg, nun mitten auf dem Land mit Ziegen und Fernweh. Es geht um die großen und kleinen Themen der Elternschaft. Der abwechselnde Blick von Mutter und Vater sorgt für teils überraschende, teils lustige Einblicke in die Welt zweier berufstätiger Eltern mit drei Kindern, die in nur zwei Jahren geboren wurden.
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Eine Antwort zu Batterie leer (Markus)

  1. Jaegerin schreibt:

    Ich will auch die Direktentsorgung durchsetzen. Aber Jakob nicht. Und wie er so schön sagt: „Wenn ich das nicht möchte, dann möchte ich das nicht.“ Dafür gießt Simon dann unsere Bäume – statt aufs Klo zu gehen. Geht auch …

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