Parken & Wirtschaften (Markus)

Parkraumbewirtschaftung ist ein herrliches deutsches Wort. Es klingt ein bisschen nach Landwirtschaft mitten in der Stadt. So, als würde man den Asphalt aufreißen, bis man auf fruchtbaren Mutterboden stößt. Dort würde man dann Kartoffeln oder Erdbeern pflanzen – und später ernten. Liebe Anwohner, ab sofort bewirtschaften wir Ihren Parkraum!

Tatsächlich meint Parkraumbewirtschaftung natürlich etwas anderes: Wo Parkraum bewirtschaftet wird, ist Parken nicht mehr kostenlos. Und wer kein Parkticket zieht und erwischt wird, sollte sich über ein Knöllchen nicht wundern.

Viele Bereiche Prenzlauer Bergs sind seit ungefähr einem Jahr Parkraumbewirtschaftungszonen (auch so ein herrliches deutsches Wort). Vielen Geschäftsleuten gefällt das gar nicht, wie dieser Aushang singnalisiert. Das Wort Parkraumbewirtschaftung wurde ersetzt durch eine ungleich kompliziertere Wörter-Schöpfung: „Besteuerungsschikane gegenüber Fremdautobesitzern im Rahmen der Asphaltfelderbewirtschaftung“. Der Besitzer des Getränkemarktes in der Senefelder Straße hat seinen Laden vor einigen Tagen dicht gemacht – angeblich, wie aus dem Aushang hervorgeht, weil Kunden ausblieben, die nicht bereit waren, Parkgebühren zu zahlen.

Über nusenblaten

Es geht um eine Mutter, einen Vater und ihre drei Kinder. Erst im Kinder-Mekka Prenzlauer Berg, nun mitten auf dem Land mit Ziegen und Fernweh. Es geht um die großen und kleinen Themen der Elternschaft. Der abwechselnde Blick von Mutter und Vater sorgt für teils überraschende, teils lustige Einblicke in die Welt zweier berufstätiger Eltern mit drei Kindern, die in nur zwei Jahren geboren wurden.
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