Braten (Lisa)

Endlich November, denkt die Industrie. Und schaufelt massenweise Weihnachtsschmuck in die Supermarkt-Regale. Dominosteine hell und dunkel, plastikverschweißte Christstollen und Lebkuchenhäuser. Kein Wunder also, dass die Kinder dauernd mit den Weihnachtsbüchern unter meiner Nase herumfuchteln. „Lesen, lesen!“ Während sich Helene schon ganz kapitalistisch mit diversen Wunschlisten auseinandersetzt, sind Paul und Franz noch fasziniert von der Geschichte zur Geburt des Jesuskindes. Wie das Baby da im Stall zwischen „Muh“ und „Mäh“ und „I-A“ liegt, das erregt Franz Aufmerksamkeit:

„Mama, wollen die das Baby braten?“, fragt er.

Ich verstehe nicht recht und ziehe die Augenbrauen hoch:

„Nein, wieso braten? Das ist der frisch geborene Jesus. Der liegt in einer Krippe.“

„Sieht aber aus wie ein Grill“, findet Franz.

Über nusenblaten

Es geht um eine Mutter, einen Vater und ihre drei Kinder. Erst im Kinder-Mekka Prenzlauer Berg, nun mitten auf dem Land mit Ziegen und Fernweh. Es geht um die großen und kleinen Themen der Elternschaft. Der abwechselnde Blick von Mutter und Vater sorgt für teils überraschende, teils lustige Einblicke in die Welt zweier berufstätiger Eltern mit drei Kindern, die in nur zwei Jahren geboren wurden.
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Eine Antwort zu Braten (Lisa)

  1. Thomas schreibt:

    lol. Super!

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