Mittwoch ist Ruhetag (Markus)

Um halb sechs Uhr morgens in Berlin einen Döner zu bekommen, ist dann doch nicht so einfach. Wir versuchten es in drei Läden, zwei hatten geschlossen, der dritte hatte zwar geöffnet, aber der Döner-Spieß war leer und der Besitzer schlief mit dem Kopf auf seinem Tresen.

Hier ist also noch echter Nachholbedarf. Sonst hat in Berlin ja inzwischen fast jedes Geschäft durchgehend geöffnet. Der Kaisers öffnet 28 Stunden am Tag, Lidl immerin 24 Stunden, dabei wären durchaus noch zwei Stunden mehr drin. Die Bäcker an der Danziger Straße macht seinen Laden inzwischen gegen sechs auf, was aber meistens bedeutet, dass er zwar offen hat, aber noch keine Brötchen anbieten kann, die kommen nämlich erst um 6.30 Uhr. Aber er hat noch Kuchen vom Vortag, 30 Prozent billiger. Deshalb haben wir manchmal morgens Butterkuchen und Bienenstich gegessen.

Warum ich das alles schreibe? Nun, wir müssen uns jetzt, da wir aufs Dorf gezogen sind, umstellen. Heute ist Mittwoch – und das heißt: Ruhe-Nachmittag. Um 12.30 Uhr schließen der Metzger, der Bäcker, der Blumenladen und die Post-Agentur, in der es auch Spielzeug gibt. Öffnen werden sie erst wieder nach einer halben Ewigkeit, nämlich morgen gegen 8 oder 9 Uhr.

Gestern wollte ich um 13 Uhr Kuchen kaufen, auch das ging nicht. Mittagspause. Zwischen 12.30 Uhr und 14.30 Uhr haben alle Läden entlang der Hauptstraße zu. Nur die Tankstelle am Ortsausgang, die hatte noch geöffnet. Doch dafür war das Diesel aus.

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Über nusenblaten

Es geht um eine Mutter, einen Vater und ihre drei Kinder. Erst im Kinder-Mekka Prenzlauer Berg, nun mitten auf dem Land mit Ziegen und Fernweh. Es geht um die großen und kleinen Themen der Elternschaft. Der abwechselnde Blick von Mutter und Vater sorgt für teils überraschende, teils lustige Einblicke in die Welt zweier berufstätiger Eltern mit drei Kindern, die in nur zwei Jahren geboren wurden.
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3 Antworten zu Mittwoch ist Ruhetag (Markus)

  1. zwillingswelten schreibt:

    Ländliche Entschlunigung ist das. Man gewöhnt sich dran.
    Mir reicht es ja auch schon, wenn man mittwoch-nachmittags keinen Arzt, geschweige denn Kinderarzt mehr erreicht. Früher machten diese noch Hausbesuche, heute muss man die kleinsten hinschleppen. Das klappt aber nur, wenn genug Diesel da ist.
    In diesem Sinne – gutes Einleben.

    LG

    Sven

  2. Stephan schreibt:

    Döner hat sich als Frühstück noch nicht durchgesetzt. Da hättet Ihr eher bei einen türkischen Bäcker vorbei schauen sollen 😉

  3. Ilse schreibt:

    Hmm also hier in Spandau um die Ecke da bekommt man um 6 Uhr morgens auch noch einen Döner 😉

    Tja so ein LAndleben das ist schön so ein LAndleben das ist lustig 😉

    Wenn ihr die Zeiten raus habt dann läuft auch wieder alles in geregelt Bahnen 😉

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