Heut gibt´s Wurm (Lisa)

Tjaha! Stellt Euch mal vor, wir haben jetzt HAUSTIERE. Am Wochenende haben die Kinder im Garten gewühlt und nach Regenwürmer, Schnecken und sonstigem Kriechtier gesucht. Sie wurden fündig. Und: Sie haben überlebt. Also die Tiere. Und die Kids natürlich auch. Und die Viecher überlebten nicht nur den ersten Tag ihrer Gefangenschaft, nein, sogar heute an Tag 3 der Haustierhaltung sind sie noch lebendig. In Sand und Gras. Das ist insofern erstaunlich, als dass unser Sohn Franz noch immer an einer aktuen Käfer-Drauftret-Phase leidet…

Was haben wir uns für Gedanken gemacht um ein eigenes Tier. Ein Hund? Zu viel Arbeit. Ein Kaninchen? Zu gefährlich, weil es sich bei Quälversuchen nicht wehren kann. Und so weiter. Vor lauter Gegenargumenten haben die Kinder sich jetzt also selbst Tiere gesucht. Das ist doch durchaus löblich.

Wäre da nicht ihr ausgeprägtes Terror-Gen.

Es passierte gestern, im morgendlichen Stress auf dem Weg zur Kita. Schnell Brotdosen in Rucksäcke geschmissen, Jacken über Kinder geworfen, fehlten nur noch Schuhe an meinen Socken. Rein in den Stiefel.

Kracks. Kam ich nicht rein.

Kurz erinnerte ich mich an ein Kindheitstrauma, das auch mit einem meiner Stiefel zu tun hatte. Damals hatte mir ein liebenswürdiger Kater eine tote Maus reingeschmissen. Als Anerkennung! Nur: Eine Katze haben wir ja nicht auf Grund der oben bereits erwähnten Gegenargumente.

Was war also los?

Langsam fuhr ich aus der Haut, äh, aus dem Stiefel und erkannte etwas grünes. Kein Frosch, um Gottes Willen. Aber Wiese. Wiese mit Wurm. Mit mehreren Würmern und Schnecken und Kriechtier-Gedöns. Das Glas der Gefangenschaft? Leer am Wegesrand.

Entgegen meines ersten Schrei-Impulses atmete ich einfach nur tief durch, entließ die Tiere wieder in die Freiheit, schlüpfte in die Schuhe und fuhr meine Chaoten zum Kindergarten.

Ich dachte: Für eine Neu-Auflage des Quiz der Verzweiflung reicht es noch nicht. Und im Grunde sind mir die Zwillinge mit ihren vier Jahren jetzt auch einfach zu alt, um genauso viel Unsinn anzustellen wie im Lebensjahr zuvor. Berechtigt, oder? Ich gebe die Hoffnung auf Besserung jedenfalls nicht auf. Und ich grinse und grinse tief in mich hinein, wenn ich daran denke, dass ich ihnen heute Abend einen Shrimps-Salat vorsetzen werde. Auf grünem Rucola, im Gummistiefel serviert…

Über nusenblaten

Es geht um eine Mutter, einen Vater und ihre drei Kinder. Erst im Kinder-Mekka Prenzlauer Berg, nun mitten auf dem Land mit Ziegen und Fernweh. Es geht um die großen und kleinen Themen der Elternschaft. Der abwechselnde Blick von Mutter und Vater sorgt für teils überraschende, teils lustige Einblicke in die Welt zweier berufstätiger Eltern mit drei Kindern, die in nur zwei Jahren geboren wurden.
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