Eine Bahnfahrt, die ist lustig… (Lisa)

Mit Stellwerksschwierigkeiten kennen wir uns jetzt aus. Wir haben gleich zwei recht lange Tage in einem ICE der Deutschen Bahn verbracht. Auf der Hinfahrt Köln-Berlin hatten wir ganze zweieinhalb Stunden Verspätung, durften also gleich sieben statt viereinhalb Stunden Bahnluft schnuppern. Eine Freude mit drei Kindern im Schlepptau. Stellwerksschwierigkeiten vor Spandau. „Die Weiterfahrt ist für unbestimmte Zeit nicht möglich.“

Auf dem Rückweg dasselbe Spiel. Stillstand vor Wuppertal. „Nur“ 35 Minuten Verzögerung. Immerhin. Dafür drei Kinder, die fünf Tage Berliner Hauptstadtluft hinter sich hatten, die tagelang von morgens acht bis abends acht unterwegs waren, um alte Freunde zu treffen, Pizza zu mampfen und auf Spielplätzen zu toben. Fantastisch war das. Aber anstrengend eben auch. Dementsprechend war die Rückfahrtsstimmung.

„Wann sind wir da-ha?“, „Wie lange dauert das no-hoch?“ Da brennt einem als Kind schon mal die Sicherung durch, ganz klar. Besonders dann, wenn das Kinderabteil voll ist und man sich im Großraum auch noch benehmen soll.

Die Beine nicht auf den Businesstypen vom Nacharsitz legen. Die Kekse möglichst nicht komplett auf dem Teppichboden zertrampeln. Nicht laut singen. Alles so doofe Regeln halt.

Franz flippte irgendwann so sehr aus, dass Markus mit ihm das Abteil verließ.

Paul im Schlepptau.

Kurz dankbare Ruhe im Großraumabteil.

Dann kam Paul heulend zurück.

„Der Mann da hinten“, schluchz, „der hat zu Franz gesagt, wenn er so weitermacht, wird er am nächsten Bahnhof stehen gelassen“, schluchz, „aber das darf der nicht, weil der Franz ist doch mein allerbester Freund.“

Hemmungslose Lacher von allen Seiten. Schickalsergebener Humor. Trotz Stellwerksschwierigkeiten.

Über nusenblaten

Es geht um eine Mutter, einen Vater und ihre drei Kinder. Erst im Kinder-Mekka Prenzlauer Berg, nun mitten auf dem Land mit Ziegen und Fernweh. Es geht um die großen und kleinen Themen der Elternschaft. Der abwechselnde Blick von Mutter und Vater sorgt für teils überraschende, teils lustige Einblicke in die Welt zweier berufstätiger Eltern mit drei Kindern, die in nur zwei Jahren geboren wurden.
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Eine Antwort zu Eine Bahnfahrt, die ist lustig… (Lisa)

  1. Henrik schreibt:

    Hatte der Mann da hinten vielleicht auf seinem Jacket ein Logo der DB. Es ist ja leider schon öfter passiert, dass Bahn-Mitarbeiter bzw. Zugbegelieter Kinder aus nichtigem Grund vor die Tür gesetzt haben! Mehrere Geschichten gingen da ja durch die Medien.
    Jaja, die Fahrt mit der Bahn ist halt öfters mal ein Abenteuer und dann mit Kindern sicherlich eine besondere Herausforderung.

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